Vitaltour Eremitenpfad - DIE OFFIZIELLE WEGBESCHREIBUNG!

Entdecke die einzigartige Natur, die Geschichte und Geschichten rund um die Felseneremitage...

Sanfte Hügel und schroffe Felsen, Weinbau und urwüchsige Natur - diese spannende Kontraste charakerisieren den Eremitenpfad, der uns zu einem Ort führt, der die Menschen seit Jahrtausenden fasziniert: Die Historische Felseneremitage.

Alle Vitaltouren

Zwischen Nahe und Hunsrück
Länge
ca. 10 km
Dauer
ca. 2 Std.
Schwierigkeit
2/3
Kondition
4/6
Erfahrung
5/6
Landschaft
5/6
Aufstieg
164 hm
Abstieg
162 hm
Saison-Empfehlung
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Aussichtsreich Rundtour kulturell / historisch
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Zusätzliche Informationen

Er macht seinem Namen alle Ehre - der "Eremit". An vielen Stellen begegnen wir ihm, er wird unser ständiger Begleiter. Der Wanderweg ist in beiden Richtungen ausgeschildert. Wir halten uns jedoch an die empfohlene Gehrichtung, nämlich entgegen dem Uhrzeigersinn. Startpunkt derTour ist der Parkplatz an der Kronenberghalle.

Wir überqueren die Straße und sind schon auf dem Wirtschaftsweg, der uns zunächst durch Felder und danach sanft bergan durch Weinberge führt. Auf einem Grasweg entlang der Hangkante des alten Steinbruchs geht es zwischen Buschwerk und Weinbergen nun leicht bergab bis kurz vor ein Feldkreuz. Hier zweigt der Weg links ab. Nach 300 m im spitzen Winkel wieder nach links und durch ein Wäldchen mit einem geschlossenem Blätterdach haben wir bald den ersten Höhepunkt der Wanderung erreicht. Hier präsentiert sich der alte Bretzenheimer Steinbruch und eine Sitzgruppe lädt zur ersten Rast ein. Frühmorgens, wenn die aufgehende Sonne ihr erstes Feuer versprüht und den Steinbruch in glühendes Licht taucht, kann der Wanderer dieses grandiose Schauspiel genießen. Entlang einer roten Sandsteinwand umrunden wir einen Weinberg, bevor es seitlich eines Weidezaunes über Treppenstufen hoch geht. Oben angelangt halten wir uns rechts. Galloway-Rinder und Schafe begleiten uns, während wir die herrlichen Ausblicke ins Guldenbachtal genießen. Nachdem wir die naturbelassenen, gelenkschonenden Graswege hinter uns gelassen haben, biegen wir links ab und gelangen über ein schmales, steiles Pfädchen mit über 22 Treppenstufen durch dichtes Gehölz hinunter zu den Gebäuden der Wohnungslosenhilfe der Kreuznacher Diakonie. Von April bis Anfang Oktober verköstigen die Bewohner das Café Löwenzahn alle Gäste mit lecker Kaffee und Kuchen. Ein WC gibt es auch... falls es mal geschlossen sein sollte, gerne einfach einen der Bewohner ansprechen.

Hinter dem letzten Gebäude, das ehemalig Jagdschloß der Familie Puricelli, halten wir uns halb links. Schon nach wenigen Metern stehen wir vor der eindrucksvollen Felseneremitage, die für Jahrhunderte den Einsiedlern und Mönchen Heimstätte war. Experten des archäologischen Landesamtes bezeichnen diese Anlage als einmaliges Monument nördlich der Alpen. Wenn die roten Felswände erzählen könnten, würden sie uns mitnehmen in die Zeit, wo die ersten Eremiten ab dem 7. Jahrhundert in mühevoller Handarbeit mit Hammer und Meisel den roten Sandstein bearbeitet und sich Wohnstätte und Kirchenraum geschaffen haben. Hier lassen wir in Ruhe und stiller Erhabenheit die Mystik dieses Ortes auf uns wirken, bevor wir unseren Weg auf einem flachen Damm entlang des Guldenbaches fortsetzen. Linkerhand entdecken wir nach einigen Minuten in der 300 m langen bizarren Felswand die Reste einer in den roten Sandstein gehauenen Einsiedlerklause.

Kurz vor dem Campingplatz Lindelgrund, auf dem eine Gaststätte uns Wanderern auch eine Einkehrmöglichkeit bietet, biegen wir links in den Wald (Lindel) ein. Wir erreichen einen weiteren Rastplatz mit herrlichem Blick auf den bekannten Weinort Guldental. Nach dem Auf und Ab auf schmalen Pfaden durch die urige Vegetation des Lindels mit seinen knorrigen Eichen und alten Buchen halten wir uns links. Nach 300 m auf einem Wirtschaftsweg zwischen Waldrand und Reben nochmals hinunter in dichten Wald. Und urplötzlich befinden wir uns in freier Landschaft. Fast geblendet durch das helle Licht empfängt uns am Rheinhessenblick die Weite der grenzenlosen Rebflächen. Hier halten wir uns erneut links und stehen nach fünf Minuten auf einer märchenhaften Aussichtsterrasse mit einzigartigen Fernblicke in den Rheingau und nach Rheinhessen. Ganz großes Landschaftskino! Eine imposante, halbrunde Sitzgruppe lädt zur Rast und zum Verkosten eines guten Bretzenheimer Schoppens ein. Niederwaldddenkmal, Kloster Eibingen und die Rochuskapelle grüßen herüber. Der Blick schweift über das Nordpfälzer Bergland zum Donnersberg und weiter über den Kreuznacher Stadtwald, das Wandergebiet Rotenfels bis hin zum Lemberg, der höchsten Erhebung zwischen Mittel- und Unterlauf der Nahe.

Nach weiteren 150 m nochmals ein letzter Blick über Bretzenheim und das Bad Kreuznacher Salinental. Wer genau hinschaut, zählt um die dreißig Dörfer, die zwischen den Weinbergen hervorlugen. Hier verlassen wir die Höhe über einen steilen Grasweg und wenden uns wieder der Kronenberghalle zu.

Gute Wanderschuhe sind empfehlenswert. Der Weg ist nicht kinderwagen-, bzw. rollstuhltauglich. Er ist insbesondere bei Nässe, nur eingeschränkt begehbar. Es gibt einige erdige Passagen, welche bei Regen rutschig werden können. Die ehrenamtlichen Wegepaten arbeiten beständig an der Wegebeschaffenheit.

TIPPs:

  • Ab 4. Mai 2024 ist das Café Löwenzahn an der Wohnungslosenhilfe Eremitage, kurz vor der historischen Felseneremitage, von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr jeden Samstag und Sonntag geöffnet.
  • Gastronomieangebot entlang der Strecke: Bistrorante II Trenino (Campingpark Lindelgrund), Öffnungszeiten: siehe Aushang, Gruppen mit Voranmeldung 0176 83429701, info@trenino.de 
  • Entlang der Strecke gibt es einen Weinomat, welcher vom Weingut Arnold Glöckner betrieben wird - https://weingut-gloeckner.de/
  • Eine WC-Anlage gibt es auf dem Gelände der Wohnungslosenhilfe der Eremitage, Eremitagerweg 2111 - kurz vor der historischen Felseneremitage - diese ist immer geöffnet.
  • Weitere Gastronomieangebote in Bretzenheim, u.a. Pizzeria, Grieche, Kebab, Straußwirtschaft, Café – Übersicht auf www.bretzenheim.de

  • Führungen an der Historischen Felseneremitage vermitteln wir sehr gerne: Feste Führungstermine in der Zeit von Mai bis September jeden zweiten Sonntag im Monat um 14.00 Uhr (Anmeldung zwingend erforderlich) und 16.00 Uhr (offene Führung) bitte melden Sie sich bei der Touristinformation Langenlonsheim-Stromberg, Tel. 06724 - 274 oder touristinfo@vg-ls.de

Und weil wir schon oft gefragt wurden: Die Historische Felseneremitage ist selbst von Außen eine absolut beeindruckende Anlage. Die in den Stein gehauene Felsenwohnung ist ein Sanierungsfall und kann nicht mehr besichtigt werden, das wäre einfach nicht zu verantworten. Der Fels löst sich und wird, sollten wir die Mittel nicht aufbringen können, irgendwann einstürzen. Sehr gerne würde die Anlage sanieren, allerdings fehlen uns die imens hohen Mittel dazu. Damit Sie die Wohnung wenigstens virtuell besichtigen können, bereiten wir derzeit einen 3D-Tour vor.

Und was uns noch wichtig ist:

  • Umweltbewußte Wanderer nehmen ihren Müll wieder mit und sorgen damit für eine saubere Landschaft. 
  • Zum Schutz der Wildtiere besteht für Hunde auf der gesamten Wanderstrecke Anleinpflicht.
  • Es versteht sich von selbst, daß für Reiter der gesamte Eremitenpfad tabu ist.
  • Entlang des Guldenbachs stehen bewusst keine Bänke, da der Damm von Aufbauten frei bleiben muss zum Hochwasserschutz.
Das frei zugängliche Ufer am Guldenbach - zwischen Eremitage und Camping Guldental - ist ideal für einen kleinen Picknick oder das erfrischende Fußbad.

Weitere Informationen & GPX-Download

Im Tourenplaner findest du alle weiteren Informationen, z.B. zu Wegeverlegungen, Sperrungen oder Umleitungen sowie die GPX Datei zum Download.

Zum Tourenplaner (www) Download GPX