Südlich von Gemünden, am Nordrand der Gemarkung Henau, erhebt sich auf einer mit mächtigen Quarzitblöcken bedeckten Kuppe der rund 16 m hohe Bergfried der ehemaligen Burg und Stadt Koppenstein. Die Anlage zählt zu den ältesten Burgen des Hunsrücks. Die im Burgbereich entstandene Höhensiedlung erhielt 1330 vom Kaiser die Stadtrechte, hatte aber als Stadt niemals große Bedeutung erlangt. Die Lage, das raue Klima, das Fehlen von Acker- und Wiesenland sowie eine unzureichende Wasserversorgung standen einer Weiterentwicklung im Wege. Ende des 16. Jahrhunderts verließen die Bewohner nach und nach die Stadt.
In einem Hofhaus am Eingang zur verfallenen Burg starb 1821 Margarete Rosenstein im Alter von 72 Jahren als letzte Bewohnerin des Koppensteins. Die geheimnisvolle Herkunft des "Koppensteiner Gretchens" - der Vater soll ein Ritter von Dhaun gewesen sein und die Mutter eine Schäferin - nahm der Hunsrücker Mundartdichter Peter Josef Rottmann zur Grundlage seines Gedichtes "Die Jungfrau von Koppenstein". 1812 erwarb Freiherr von Schmidtburg die Burganlage. Dessen Erben und Nachkommen, die Freiherren von Salis-Soglio, haben die Ruine noch heute in Besitz. Vom Plateau des fünfeckigen Bergfrieds bietet sich bei klarem Wetter eine grandiose Aussicht über die Hochflächen des Hunsrücks.
Öffnungszeiten: Der Turm ist ganzjährig geöffnet.
Vom Wanderparkplatz der Burgruine Koppenstein (K 62),
sind es noch ca. 800 m zu Fuß bis zur Burganlage
Tourist-Information Kirchberg, Tel. 06763/910144,
www.kirchberg-hunsrueck.de
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Weite Informationen:
Tourist-Information Kirchberg (Hunsrück), Tel. 06763 910144