Weinberge prägen die Landschaft rund um Duchroth, das mehrfach zu den Siegern im Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ und 2016 zu den 10 Dörfern, die im Bundeswettbewerb mit Gold ausgezeichnet wurden, gehörte. Im Zentrum finden sich Fachwerk-, Bruchstein-, und Backsteinbauten sowie das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Der Ringpfad ist ein sanierter Teil der mittelalterlichen Ortsbefestigung. Augenfällig sind die vielen Rosenstöcke, die im Sommer an den Häusern emporranken.
Das Wahrzeichen von Oberhausen an der Nahe ist die Luitpoldbrücke. Diese historische Sandsteinbrücke ließ der bayrische Prinzregent Luitpold 1889 erbauen, um den Winzern mit ihren Trauben und Weinen den Weg zu den Handelshäusern in Bad Kreuznach zu erleichtern. Die Luitpoldbrücke trennte das Königreich Bayern (genauer die Bayerische Pfalz) von Preußen.
Steillagen wie die Schlossböckelheimer Kupfergrube zählen zu den besten Weinbergslagen Deutschlands.
Das Tagesziel Schlossböckelheim ist ein Ort aus dem 12. Jahrhundert, in dem sich im Jahr 1106 Weltpolitik abgespielt hat. Kaiser Heinrich V. hat auf der Burg Böckelheim seinen eigenen Vater Kaiser Heinrich IV. für einige Tage gefangen gehalten, um ihn zur Abdankung zu zwingen.
Hinweis: Zur Ortsgemeinde Schloßböckelheim gehören die drei Ortsteile Tal, Kolonie und Schloß.
Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg
Hildegard von Bingen war Äbtissin, Dichterin, Theologin, Natur- und Heilkundlerin und lebte zeit ihres Lebens in der heutigen Nahe.Urlaubsregion.
Der 137 Kilometer lange Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg führt an verschiedenen Lebensstationen dieser wohl berühmtesten Persönlichkeit des Mittelalters vorbei. Der Weg startet in Idar-Oberstein und führt über Niederhosenbach, dem Familiensitz und möglichen Geburtsort Hildegard von Bingen weiter nach Bad Sobernheim. Unweit von hier befindet sich die Klosterruine Disibodenberg, in dem Hildegard fast 40 bedeutende Jahre ihres Lebens verbrachte. Der Pilgerwanderweg endet schließlich in Bingen am Rhein. Hier zeugt noch der Rupertsberger Gewölbekeller von der letzten Wirkungsstätte Hildegard von Bingen: 1150 gründete die Heilige das Kloster Rupertsberger, das 29 Jahre Ort ihres Schaffens war. Letzte Stationen dieses ökumenischen Pilgerwanderweges sind der Hildegardschrein in der Wallfahrtskirche St. Hildegard Rüdesheim-Ebingen und die Abtei St. Hildegard Ebingen.
59 Informations- und Meditationtafeln auf der gesamten Wegstrecke informieren über die Person Hildegards, ihr Werk sowie über das Leben im Mittelalter. Der spirituellen Seite Hildegard von Bingen nähern sich die Wanderer durch Meditationstafeln , die Hildegard von Bingen visionären Bildern aus ihrem Hauptwerk der „Silvias - Wisse die Wege“ folgen und Impulse für eine Meditation geben. Die Tafeln sind sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache verfasst.
Der Pilgerpass kann bei der Naheland-Touristik GmbH, den Tourist-Informationen, Gastronomie- und Beherbergungsstationen, verschiedenen Wegestationen und abschließend in der Abtei St. Hildegard in Eibingen abgestempelt werden.
Kurzvita der Hl. Hildegard von Bingen
1098: Geburt Hildegard von Bingen, vermutlich in Niederhosenbach bei Herrstein
1112: Eintritt in das Kloster Disibodenberg bei Bad Sobernheim, gemeinsam mit Jutta von Sponheim
1136: Hildegard von Bingen wird, nach dem Tod Jutta von Sponheim, die zweite Magistra im Kloster Disibodenberg
um 1150: Gründung eines Frauenklosters in Bingen am Rhein
1165: Gründung eines zweiten Frauenklosters in Eibingen, die heutige Wallfahrtskirche St. Hildegard Rüdesheim-Eibingen
17. September 1179: Hildegard von Bingen stirbt in Bingen am Rhein
10. Mai 2012: Heiligsprechung Hildegard von Bingen von Papst Benedikt XVI
7. Oktober 2012: Erhebung zur Kirchenlehrerin