Moselsteig Seitensprung Felsen.Fässer.Fachwerk
Geschichte, romantische Gassen und Geologie.
Zusätzliche Informationen
Ausreichend trinken
Nehmen Sie genügend Trinkwasser mit und trinken Sie regelmäßig. Gerade bei Wanderungen und Radtouren an der Mosel kann die Hitzebelastung im Sommer hoch sein.
Zecken
Kontrollieren Sie Ihren Körper nach der Tour gründlich und verwenden Sie bei Bedarf ein geeignetes Insektenschutzmittel.
Eichenprozessionsspinner
Vermeiden Sie den Kontakt mit Raupen und Gespinsten des Eichenprozessionsspinners. Die feinen Brennhaare können Hautreizungen und allergische Reaktionen verursachen.
Wetter beachten
Informieren Sie sich vor Beginn Ihrer Wanderung oder Radtour über die aktuelle Wettervorhersage. Bei Gewitter, Starkregen oder Sturm sollte die Tour verschoben oder rechtzeitig beendet werden.
Auf den markierten Wegen bleiben
Bleiben Sie auf den ausgeschilderten Wander- und Radwegen. So tragen Sie zum Schutz der Natur und sich selbst bei und vermeiden unnötige Risiken.
Waldbrandgefahr
Achten Sie besonders in den Sommermonaten auf die aktuelle Waldbrandgefahr. Offenes Feuer sowie das Rauchen im Wald und in trockenen Vegetationsbereichen sind zu vermeiden.
Hunde
Bitte führen Sie Hunde nach Möglichkeit an der Leine und nehmen Sie Rücksicht auf Wildtiere, Weidetiere sowie andere Gäste.
Notruf
Im Notfall erreichen Sie den Rettungsdienst europaweit unter der Notrufnummer 112. Teilen Sie Ihren Standort möglichst genau mit und nutzen Sie nach Möglichkeit die Standortfunktion Ihres Mobiltelefons.
Tragen Sie auf Wanderwegen festes, rutschfestes Schuhwerk. Naturwege, Schieferpfade und steile Weinbergswege können insbesondere nach Regen rutschig sein.
Kopfbedeckung
Tragen Sie bei warmem Wetter eine Kopfbedeckung. Besonders auf den offenen Wegen in den Weinbergen gibt es nur wenige schattige Abschnitte.
Sonnenschutz
Verwenden Sie ausreichend Sonnencreme mit geeignetem Lichtschutzfaktor und schützen Sie sich vor intensiver Sonneneinstrahlung.
Kleine Kapelle als letzte Ruhestätte eines großen Kunstsammlers: Das Grab von Peter Ludwig in der Bergkapelle von St. Aldegund
Der Premiumweg Felsen.Fässer.Fachwerk. führt den Wanderer zu einem uralten keltischen Kultplatz oberhalb von Sankt Aldegund. Dort wurde 1144 zu Ehren der merowingischen Heiligen Aldegundis ein kleines christliches Gotteshaus errichtet. Heute die Alte Kirche genannt, liegt die Kapelle inmitten eines Gartens, der früher einmal ein Friedhof war. Einige alte Grabkreuze erinnern noch an diese Zeit. 1872 hatte man eine neue Pfarrkirche am Moselufer errichtet, und der Zustand der kleinen Bergkapelle war damals so schlecht, dass die Bistumsbehörde die Gemeinde zum Abriss des Langhauses aufforderte. Zum Glück fehlte ihr dazu das Geld, man verkaufte einen Teil des Inventars und reparierte notdürftig das Dach. Nach 1948 nahm sich der örtliche Marienverein des alten Kirchleins an, reparierte das Dach, setzte neue Fenster ein und begann mit der Suche nach dem verkauften Inventar. Die schmiedeeiserne Kanzel von 1663 konnte man über den Kölner Kunsthandel erwerben. Den Sandstein-Grabaltar des Meisters Hans-Ruprecht Hoffmann von 1602 für den kurfürstlichen Vogt Nicolaus Rultz entdeckte man bei dem Aachener Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig. Beide wollten das Kunstwerk zunächst nicht verkaufen, besuchten dann aber die Bergkapelle und beschlossen, nicht nur den Grabaltar zu stiften, sondern auch die Restaurierungsarbeiten finanziell zu fördern. Als Gegenleistung wünschten sie sich eine Grabstätte in Verbindung mit dem Gotteshaus. So kam es, dass Peter Ludwig am 30. Juli 1996 und Irene Ludwig am 04. Dezember 2010 in Sankt Aldegund ihre letzte Ruhestätte fanden.
Peter Ludwig hatte gemeinsam mit seiner Frau Irene tausende wertvoller Kunstobjekte zusammengetragen. Seit 1957 sammelte das von Hause aus begüterte Ehepaar erklärtermaßen für die Öffentlichkeit, so sind Schenkungen und Dauerleihgaben in über zwanzig Museen zu sehen. Die „Ludwig-Museen“ und Institutionen, die den Namen Ludwig tragen, gehen auf Initiativen des Ehepaares zurück oder sind durch gestiftete Kunstwerke entscheidend von diesen geprägt worden, beispielsweise in Köln, Oberhausen, Aachen, Koblenz, Saarlouis, Bamberg, Basel, Budapest, Wien, St. Petersburg und Peking.
Völlig im Gegensatz zu diesen großartigen Denkmälern, die sich Peter und Irene Ludwig zu Lebzeiten gesetzt haben, kommt die Grabstätte in der kleinen Grabkapelle ohne jeden Stifterpathos aus. Der Senheimer Bildhauer Christof Anders erhielt den Auftrag, ein schlichtes, einfaches Grab zu schaffen, hinter dem auch die Künstlerpersönlichkeit des Erschaffers weitgehend zurücktritt. Die Grabstätte ist von außen einzusehen, wer aber das Kirchlein von innen besichtigen will, muss sich den Schlüssel beschaffen (bei Familie von Essen, Auf der Teusch 4).
Weitere Informationen & GPX-Download
Im Tourenplaner findest du alle weiteren Informationen, z.B. zu Wegeverlegungen, Sperrungen oder Umleitungen sowie die GPX Datei zum Download.