Die Tour startet am Hochwaldbad Nonnweiler. Ein schmaler Steg über die Prims führt zum Kurparkweiher und dann geht es talaufwärts durch einen alten Buchenbestand zur Nonnweiler Mühle. Dort queren wir erneut die Prims. Am Kneipparmbecken führt der Pfad über eine Stufenpassage durch einen lichten Laubwald oberhalb der rauschenden Prims. Nach einem kurzem Asphaltstück verläuft die weiter Route zwischen Pferdekoppeln zum Waldrand. Dann heißt es auf pfadiger Passage bergauf, hoch zum Schankelberg, zum ersten Ruhe- und Aussichtspunkt. Über naturnahe Forstwege geht es ins ruhige Nachbartal Epplers Floss und dort entlang eines romantischen Bachlaufes weiter ins Forstelbachtal, wo wir auf den Saar-Hunsrück-Steig treffen. Über hölzerne Holzbohlenstege queren wir ein naturbelassenes Feuchtgebiet und den Bach. Durch lichte Buchenwälder wandern wir bis zum Forstweg, der zum Hascheid hinauf führt. Dort trennen wir uns vom Steig und wandern weiter bergauf, zunächst über ausgebaute Forstwege, und dann auf engen Pfaden zum nächsten Aussichtspunkt auf einer schmalen Felsnase, der „Schwabenruh“. Zahlreiche Ausblicke kündigen das nächste Etappenziel, die Talsperre Nonnweiler, an. Wassersportliche Aktivitäten sind nicht erlaubt. Die Talsperre dient der Versorgung mit Trink- und Brauchwasser, dient dem Hochwasserschutz und gewinnt mit Wasserkraft elektrische Energie. Auf dem Staudamm beginnt der Planetenwanderweg, eine digitale Anzeigetafel informiert über die Funktion der Talsperre mit ihren Zuflüssen und Energiegewinnungsanlagen und ein Bistro lädt zur Rast ein. Innehalten heißt es beim Betrachten des Kunstwerkes von Paul Schneider. Diese Steinplastik will mit einfachen Mitteln eine räumliche Verbindung zwischen der näheren Umgebung, der Erde und dem Kosmos und eine zeitliche Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellen. Das Kunstwerk stellt einen historischen Bezug her zwischen dem Hunnenring als großem keltischen Bauwerk der Vergangenheit und der Talsperre als großem Bauwerk der Gegenwart.
Unmittelbar hinter dem Dammwärterhaus treffen wir erneut auf den Saar-Hunsrück-Steig und genießen die immer neuen Aussichten durch den lichten Baumbestand auf die Talsperre. Wir befinden uns bereits innerhalb der Gebietskulisse des Nationalparkes Hunsrück-Hochwald. Nach Umrundung des Kloppbruchweihers, einer ehemaligen Erzgrube, verlassen wir endgültig den Steig und wandern weiter durch den Nationalpark. Der Verlauf durch den Kahlenberg bringt uns ganz nahe an einen naturbelassenen Wald, da die Waldflächen bereits seit knapp 30 Jahren als Naturwaldzelle ausgewiesen sind. Das Verlassen der Forstwege ist hier nicht gestattet um den fortgeschrittenen Wildnisprozess nicht zu stören. Auf schmalen Pfaden im Wechsel mit kurzen Stufenpassagen gelangen wir wieder zum Kurparkweiher und damit zum Ausgangspunkt.