Themenwanderweg "Auf alten Wegen in eine vergangene Zeit" Reichenbach

Der Rundweg gibt zahlreiche Einblicke in den Übungsplatz mit seiner einzigartigen Flora und Fauna....

Der Truppenübungsplatz wird mit der Region Baumholder untrennbar in Verbindung gebracht und macht diese mit ihrer Geschichte zu etwas Einzigartigem in der Umgebung. Die Menschen, der 14 Orte, die vor Jahren auf dem Platz angesiedelt waren, haben eine neue Heimat gefunden, doch sind viele noch stark auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes verwurzelt.
Auf einer Länge von ca. 12 km erinnert der Themenwanderweg rund um Reichenbach an die ehemaligen Orte des Truppenübungsplatzes.
Die im Verlauf des Weges angelegten Rastpunkte sind eingearbeitete Relikte aus den alten Dörfern. Bänke, aus Steinen der Dörfer gebaut, dienen dem müden Wanderer als Ruhebank und sind perfekt zum Genießen der wunderbaren Aussichten auf den Ort Reichenbach, die Region und insbesondere den Truppenübungsplatz Baumholder. An jedem Themenrastplatz findet sich ein QR-Code hinter dem sich weitere Informationen zu dem jeweiligen verschwundenen Dorf verbergen.

Der Weg selbst führt aber nicht über den Platz selbst, sondern bietet beeindruckende Einblicke.

Länge
ca. 10 km
Dauer
ca. 4 Std.
Schwierigkeit
1/3
Kondition
2/6
Erfahrung
4/6
Landschaft
4/6
Aufstieg
353 hm
Abstieg
353 hm
Saison-Empfehlung
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Aussichtsreich Rundtour familienfreundlich hundefreundlich kulturell / historisch
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Zusätzliche Informationen

Der Weg beginnt mit der ehemaligen Ortschaft Ausweiler und stellt nacheinander die 14 ehemaligen Dörfer vor.
Bei der Wegebeschreibung unten, stehen die untergegangenen Dörfer des Truppenübugsplatzes in Klammer Fett geschrieben.

Reichenbach Parkplatz - (Ausweiler) - (Erzweiler) - Hauptstraße - (Grünbach) - Auf dem Schoss - (Mambächel) - K 11 - (Kefersheim) - Brunnen - (Aulenbach) - Sportplatz - (Ehlenbach) - (Ilgesheim) - (Oberjeckenbach) - Salzlecke - (Wieselbach) - Reilsbach - L 172 - (Zaubach) - Betschied - (Frohnhausen) - (Breungenborn) - (Ronnenberg) - Reichenbach Parkplatz

Den Ausgangspunkt der Wanderung erreichen wir am Ortsausgang von Reichenbach in Richtung Nohen. Vor dem Kriegerehrenmal biegen wir links ab und fahren bis zum Transformatorenhaus. Auf der Grünfläche rechts des Weges stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.

Der Weg ist mit roter Farbe markiert. Richtungsänderungen werden durch ein rotes gleichschenkeliges Dreieck angezeigt dessen Spitze die neue Richtung vorgibt.

Über Reichenbach hinweg schauend erblicken wir den Westteil des Truppenübungsplatzes mit der Winterhauch als Horizont. Der Sauberg mit 600 Höhenmetern ist der höchste Punkt dieses Höhenzuges. Am oberen Ende des Parkplatzes vor einem Schwarzdorngebüsch steht eine Infotafel mit der Wanderroute. Der Unterbau besteht aus Sandsteinblöcken.

Weiter wandernd erreichen wir nach etwa 400 m eine Bank die von einem alten Torpfosten flankiert wird. Das Sandsteinmaterial stammt von der Friedhofsmauer und dessen Eingangstor des Ortes Ronnenberg. Wir wandern nun auf diesem alten Weg weiter in Richtung Heimbach und erreichen nach etwa 500 m eine Weggabelung. Ein Rastplatz lädt zum ersten Verweilen ein.

Wir wandern weiter bis zur nächsten Weggabelung und folgen dem rechts abbiegenden Feldweg. Nach 200 m steht auf der rechten Wegeseite eine Sitzgelegenheit aus Sandstein. Ursprüglich war es einmal ein Fenstergewende aus Frohnhausen.

Vorbei an Feldern und Wiesen geht der Weg weiter bis wir nach 500 m an einen überdachten Sitzplatz kommen. Die Trockenmauer und Treppenstufen die ihn umrahmen sind Materialien, die aus dem ehemaligen Ort Zaubach stammen.

Nach einem kurzen Steilstück im Buchenstangenholz queren wir die Landstraße nach Nohen und biegen links ab auf einen Wiesenweg. Dem Weg folgend kommen wir in den schluchtartigen Landsgraben, überqueren den Reielsbach und gehen rechts weiter bergan. Nach 500 m biegen wir links auf einen Waldweg ab, der uns am Mittelhang des Hochfelsens entlang zur Goldgrube führt. Kurz bevor wir den Wald verlassen, ist auf der linken Wegseite eine Felsnase, von der aus man einen Blick in das Nahetal werfen kann.

Etwa 250 m weitergehend auf der rechten Wegseite können wir in den Schacht einer alten Erzgrube schauen. Bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde dort Kupfer abgebaut. An einer kleinen Wiese vorbei gehend, erreichen wir nach einem kurzen Anstieg eine uralte Linde. In ihrem Schatten kann sich der Wanderer auf einer Bank ausruhen, deren Bestandteile Reste eines Hauses der untergegangenen Ortschaft Wieselbach sind wie auch die Trockenmauer zu ihren Füßen.

Links abbiegend gehen wir talabwärts auf dem Weg weiter bis wir die alte Kreisstraße nach Kronweiler in einer Spitzkehre erreichen. Dann in Richtung Reichenbach bergan bis zur nächsten Spitzkehre. Nun der Ausschilderung folgend, ein wenig bergab dann bergan der Abbruchkante des Nahetals folgend, durch Laub- und Nadelwald zuletzt vorbei an Feldern erreichen wir die Salzleck.

In Sichtweite der alten Kreisstraße erwartet uns ein Rastpunkt. Die ehemalige Kreisstraße führt uns nun weiter in Richtung Sportplatz Reichenbach. An der Kreuzung zur Außenfeuerstellung 205 am Fuße von Harzbuch können wir eine kurze Rast einlegen und uns auf einer Bank ausruhen, deren Sandsteinteile aus Ilgesheim stammen. Ein kurzer Anstieg und Harzbuch ist erreicht.

Ein Rastpunkt lädt zum Verweilen ein. Der herrliche Rundblick, der sich bietet, entschädigt für die bisherigen Mühen des Weges. In gerader Sichtlinie in den Hochwald eingebettet das höchstgelegene Dorf von Rheinland-Pfalz Hattgenstein, das Nahetal zu unseren Füßen, den Horizont beherrschen Soon-, Idar- und Hochwald mit dem Erbeskopf, dem höchsten Berg in Rheinland-Pfalz und die Freisener Höhen sind zum Greifen nahe.

Am Sportplatz vorbei, einen Blick auf Reichenbach mit seiner schönen Kirche werfend, gelangen wir auf ebenem Weg an eine Wegekreuzung. Davor auf einer Grünfläche links des Weges steht eine Sitzgruppe. Die Sandsteine, die Tisch und Bank tragen, sind Überbleibsel des Ortes Aulenbach. Nach wenigen Metern wenden wir uns nach rechts, folgen dem Feldweg bis zur Infrastrukturstraße, um dann rechts in Richtung Truppenübungsplatz abzubiegen.

An der Platzgrenze verwehrt eine Schranke das Weitergehen. Wir gehen rechts abbiegend in Richtung Reichenbach bis zum Friedhof und betreten diesen durch den hinteren Eingang. Der Leichenhalle gegenüber gewahren wir ein neugotisches Friedhofskreuz. Ursprünglich stand es auf dem Friedhof von Kefersheim. Den Friedhof verlassend, gehen wir auf der heutigen Dorfstraße weiter und setzen damit unsere Füße wieder auf einen Teil der alten Römerstraße. Die heutige Dorfstraße war wohl Teil der Römerstraße, auf der wir unsere Wanderung begonnen haben.

Dem Verlauf der Dorfstraße folgend, kommen wir zum Schnittpunkt der beiden uralten Fernrouten die eingangs beschrieben wurden. Der Dorfname für diesen Ortsteil heißt auch heute noch Kreuzweg. In gerader Richtung die Kreuzung querend, sehen wir rechterhand auf einem kleinen Platz einen Mühlstein, der zu einer Sonnenuhr umfunktioniert wurde, ebenfalls eine Arbeit des Steinmetzmeisters Pfestorf, und 3 Sandsteintröge. Sie symbolisieren die 3 Mühlen in der Steinalb, von denen die Schmidtenmühle und die Germannsmühle zur Gemeinde Grünbach gehörten. Die letzte Station der Wanderung ist am Kriegerehrenmal Reichenbachs erreicht. In der Rasenfläche erblicken wir die Nachbildung eines Baumstammes aus Sandstein. Es ist der Grabstein des königlichen Forstaufsehers Ludwig Roeder, geb. am 20. Juli 1861 und gestorben am 23. September 1884. Er stand auf dem Friedhof von Erzweiler. Der Grabstein wie auch das Friedhofskreuz sind in der Liste der Kulturdenkmäler von Rheinland-Pfalz verzeichnet. Nun ist auch der Endpunkt unserer Wanderung erreicht. Dem Straßenverlauf folgend, erreichen wir nach wenigen hundert Metern den Ausgangspunkt und können mit einem Blick zurück noch einmal die so andere Landschaft des Truppenübungsplatzes erfassen. Text: Fritz Kunz, Reichenbach.

Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Wanderung über aktuelle Wegeinformationen wie Sperrungen und Hinwise unter "aktuelle Infos"
Empfehlenswert sind festes Schuhwerk und witterungsangepasste Kleidung.

Verbinden Sie Ihre Wanderung auch mit einem Besuch des Ofenmuseums in der Ortsmitte von Reichenbach (Hauptstraße 23). Es ist Sonntags von 10:00 Uhr - 17:00 Uhr geöffnet, außer in den Wintermonaten.

Die QR-Codes an den Stationen beinhalten viele Informationen zu den verschwundenen Dörfern - Smartphone nicht vergessen

Weitere Informationen & GPX-Download

Im Tourenplaner findest du alle weiteren Informationen, z.B. zu Wegeverlegungen, Sperrungen oder Umleitungen sowie die GPX Datei zum Download.

Zum Tourenplaner (www) Download GPX