Vom Parkplatz am BurgStadt-Hotel oder dem Haus FUNtasie sind es nur 200 Meter bis zum Portal des Burgstadt-Pfades am Waldrand.
Der Burgstadt-Pfad beginnt in der Nähe des Schinderhannes-Radweges mit einem stilechten „Portal“ mit der Burg- und Stadtsilhouette von Kastellaun. Für einige hundert Meter zieht sich der Pfad noch in Sichtweite der Stadt hin, quert einen kleinen Wasserlauf und erreicht mit dem Biomassekraftwerk ein ökologisches Vorzeigeprojekt am Waldrand. Thematisch passend führt der Weg am repräsentativen Forsthaus vorbei, quert die Straße nach Spesenroth und verschwindet sofort im dichten Wald.
Nach kurzer Strecke lädt das grüne Waldklassenzimmer ein, die Natur zu entdecken. Kurz darauf werden wiederum zwei kleine Wasserläufe gequert und am jüdischen Friedhof außerhalb der Stadt lässt sich erkennen, wie bedeutend die jüdische Gemeinde ehemals in Kastellaun gewesen war.
Zurück im „Pfingstwald“ nähert sich der Pfad der „Kinderstube“ des Trimmbaches in einer weiten Mulde, wo im dichten Gras- und Farnbewuchs das Wasser an die Oberfläche drängt. Eine markante Stelle bildet als nächstes der „Parkplatz Mönchstraße“ mit einer deutlichen Veränderung des Waldes hin zu einem trockeneren Forst mit Fichten und Laubwald im Wechsel. Ganz hunsrücktypisch zeigen die nächsten Abschnitte die freie, weite Landschaft, zunächst im Übergang zwischen Wald und Feld und dann mit einem grandiosen Blick nach Süden zur ca. 15 km entfernten Bergkette des Soonwaldes vom „Soonwaldblick“ aus.
Rast gefällig zum schauenden Genießen? Die Sinnenbank lädt dazu ein! Weil der Pfad die lauschige, geheimnisvolle Atmosphäre des stillen Waldes bevorzugt, quert er im weiteren etliche Male breite Forstwege und führt uns ansonsten mitten durch Baumbestände jeden Alters im dichten Bewuchs. Der idyllische Höhepunkt erwartet die Wanderer am „Seerosenteich“, der, obwohl selbst nur steinwurfgroß, in seinem silbrig glänzenden Wasser noch Platz für eine kleine Insel hat. Hier, nach gut der Hälfte des Rundweges, lädt der Picknickplatz zur großen Pause ein. Hinterher schlägt sich der Pfad ein weiteres Mal in den dichten Wald und erreicht schließlich den Waldspielplatz.
Neben einem langgezogenen Graben, dem „Landreitgraben“ als Reststück einer das Land überziehenden Wegeverbindung, senkt sich der Weg nunmehr langsam wieder dem Ausgangspunkt zu, eröffnet unterwegs einen Blick zum Waldabenteuer-Park mit Hängebrücken und Rollstrecken in schwindelnder Höhe.
Nur wenige Schritte später passiert man die Kräuterspirale, bevor auf der anderen Seite des Forstweges der Klimawandellehrpfad beginnt. Dieser zeigt anschaulich die Probleme, mit denen der Forst zu kämpfen hat. Am Ende des Klimawandellehrpfades biegt man nach links und erreicht wenige Meter später wieder das Startportal.