Von der Ortsmitte Mastershausen weisen markante orange-weiße Zuweglogos den Weg durch den Ort und zum Beginn der Traumschleife unweit der Grillhütte. Hier wechseln wir vom Zuweg auf die Traumschleife und lassen dabei die Grillhütte und die Freizeitanlage Hallgarten rechts liegen. Nach sanftem Aufstieg mit herrlichen Fernblicken, führt der Weg erstmals in den Wald. Tief atmen wir die würzige Luft der Nadelbäume ein und erreichen am Rand eines Windwurfes (1) die erste von 8 Infotafeln.
Mit freier Sicht auf das tief eingeschnittene Tal des Mastershausener Baches knickt die Route talwärts und passiert auf halber Höhe eine Sinnesbank. Im Tal queren wir per Steg zwei murmelnde Bäche und treffen „Am Katzenloch“ ein, wo ein gemütlicher Rastplatz bereit steht und ein alter Stollenmund vom Schieferbergbau zeugt. Schon nach der nächsten Kurve rückt aber das Wasser in den Fokus. Der Weg wechselt ans Westufer und führt zu längst verfallenen Relikten uralter Mühlen. Zuerst passieren wir die Bucher Mühle (Infotafel 2), bevor die Ruine der Mohre Mühle (Infotafel 3) ans einst emsiges Müller-Treiben im stillen Tal erinnert.
Nach erneuter Bachquerung folgen wir einer genussvollen Wanderpassage durch nahezu unberührte Natur, in der unter dem schattigen Blattbaldachin des Waldes schroffe Schieferklippen und der leise rieselnde Bach um die Aufmerksamkeit des Wanderers wetteifern. Doch mit einem Schlag ist dieser Wettstreit vergessen, als unvermittelt die trutzigen Mauern der Burg Balduinseck empor ragen!
Die kürzlich restaurierte Burg aus dem 14. Jahrhundert war einst Bollwerk des Trierer Erzbischofs gegen die in Kastellaun ansässigen Sponheimer. Beim kurzen Abstecher zur Burg gehört nicht viel Phantasie dazu, das Mittelalter aufleben zu lassen. Zurück auf der Traumschleife wird es kurz unterirdisch, denn gemeinsam mit dem Bach unterquert der Wanderweg die L 203. Auf der anderen Seite verzaubert uns ein Auenwald, bevor uns ein Steg über den Bach hilft. Beim folgenden Anstieg durch die rauen Felsen ist gute Trittsicherheit gefordert, doch der nächste Rastplatz belohnt für die Mühen. Vorbei an der Kaspers Mühle (Infotafel 4) schwingt sich der Weg bergan, bietet tolle Blicke über die Täler und steuert zielstrebig den nächsten kulturellen Höhepunkt an: den Burgberg (Infotafel 5)!
Diesen markanten Felsvorsprung nutzten bereits die Kelten. Wir können die einmalige Atmosphäre entspannt an einer originellen Schutzhütte genießen. Und wieder wandern wir talwärts. Vorbei am "Römischen Brunnen" (Infotafel 6) erreichen wir in Serpentinen den Talgrund, wo weitere Felslöcher vom Bergbau zeugen. Am Rastplatz Herzenauer Hannes (Infotafel 7) beginnt der Anstieg zur Grube Apollo (Infotafel 8), wo nicht Schiefer, sondern Erze abgebaut wurden. Auf dem folgenden Zick-Zack-Pfad wird es anstrengend, doch schließlich haben wir das Hunsrückplateau erobert und die traumhafte Panoramaaussicht vom Turm auf den Galgenberg entschädigt uns für alle Mühen. Nur wenige Schritte später wird es gruselig, doch an der "Eich" (Infotafel 9) wird längst keiner mehr aufgehängt.
Entspannt senkt sich der Weg ab und erreicht die Grillhütte an der Freizeitanlage. Von hier kehren wir über den Zuweg zurück nach Mastershausen.