Der Weg beginnt am Parkplatz des Argenthaler Waldsees, einem naturbelassenen Badesee im Wald, der im 19. Jahrhundert noch eine Eisenerzgrube war. Über Waldwege und Pfade wandern wir am Schwarzenbruch See vorbei und weiter auf dem Geo-Erlebnisweg, der mit einem kleinen Abstecher einen Blick in den Argenthaler Quarzitsteinbruch gewährt. Dort sind von einem Besucherplateau aus eindrucksvolle Einblicke in die „Gebirgsarchitektur“ des Soonwaldes möglich. Durch Mischwälder führt der Weg in Richtung Ginsterkopf und durchwandert eine abwechslungsreiche Waldlandschaft bis zum Parkplatz Schanzerkopf, ebenfalls Start- und Zielpunkt der Traumschleife. Ab jetzt beginnt für uns der leichte Aufstieg auf den Schanzerkopf, wo unser Weg am Gipfel auf den Soonwaldsteig triff und diesen ein Stück begleitet.
Vom Gipfel des Schanzerkopfes bietet sich ein herrlicher Ausblick über den Hunsrück, der bei einer kleinen Rast auf einer Sinnesbank in vollen Zügen genossen werden kann. Auf einer Infotafel werden anschaulich Sinn und Zweck der fünf weithin sichtbaren und markanten Türme erläutert. Nach dem Verlassen des Soonwaldsteiges wandern wir durch alte Buchen-, Fichten- und Mischwaldbestände in Richtung Ellern. Nach der Überquerung der alten Trasse der Hunsrückbahn wird das Naturschutzgebiet „Kloppwiesen“ mit seinem idyllischen Neubrühlbach durchwandert. Vom Rand des Naturschutzgebietes verläuft der Weg Richtung Argenthal durch offene Wiesenlandschaften, teilweise über den Bahndamm der alten Hunsrückbahn-Trasse durch herrliche Landschaft mit tollen Ausblicken. Zuletzt führt uns die Wanderung wieder durch ein kleines Waldstück, entlang der „Baum des Jahres“-Route in Richtung Waldsee zum Ausgangspunkt.
Auf dem letzten Teilstück der Tour finden sich einige Hinweistafeln zur Rheinböller Hütte, die die Eisenerze aus Argenthal verarbeitete. Bereits 1598 bestand die Hütte, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Unternehmen herangewachsen war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte die Hütte in den Besitz der Familie Puricelli. Neben Roheisen und Schmiedeeisen produzierte Puricelli Gusseisen. Die Produktpaltette beim Gusseisen reichte vom gesamten Bereich des Ofenbaues bis zur Herstellung von Röhren, Säulen und Kandelabern (gasbetriebene Straßenleuchten).