Die Etappe startet beim Viehtor in Rhens. Hat man den Ort erst hinter sich gelassen, bietet sich spontan ein Abstecher zum des historischen Königsstuhl an, von wo aus sich im Rückblick ein wunderbares Panorama der Marksburg eröffnet. Aber auch ohne Abstecher sind Rhens und Marksburg wenig später ein weiteres Mal zu sehen. Vorbei am jüdischen Friedhof „auf dem Lützelforst“ findet der Steig seinen Weg bald weiter bergan bis und durch den Koblenzer Stadtwald. Spuren von Kelten und Römern zeugen von frühzeitlicher Besiedelung, wie etwa die nachkonstruierten Grundmauern des Merkurtempels unweit des Steigs. Der höchste Punkt der heutigen Etappe ist hier ebenfalls erreicht. Bis zum Abzweig zum neugotischen Schloss Stolzenfels gegenüber der Lahnmündung verliert der Steig an Höhe. Richtung Augustahöhe mit Blick auf Burg Lahneck geht es oberhalb des Gründgesbachs noch einmal bergan. Die Festung Ehrenbreitstein gegenüber dem Deutschen Eck in Koblenz ist ebenfalls bald zu sehen. Im weiteren Verlauf durchschneidet das Siechhaustal und Königsbacher Tal den Stadtwald, letzteres vielen durch das gleichnamige Bier bekannt, das früher hier gebraut wurde. Dazwischen am Dommelsberg Spuren einer keltischen Fliehburg.
Am Rittersturz erinnert eine Stele an die jüngere Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: die Rittersturzkonferenz der 11 westdeutschen Ministerpräsidenten im Oktober 1948 diente der Vorbereitung des Grundgesetzes. Die Laubach, ein weiteres Seitental und der offizielle Endpunkt des Steiges am Rand der Koblenzer Südbrücke, wird nach ca 1 km bergab erreicht.
Eigentlich ein Muss: das berühmte Deutsche Eck am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Der Spaziergang durch die baum- und blumenreichen Koblenzer Rheinanlagen mit Blick auf die Festung Ehrenbreitstein lässt die zusätzlichen 4 km wie im Flug vergehen. Und eine Einkehr in der Gastronomie der anliegenden Altstadt entschädigt für den Mehraufwand.