Wir starten vom Parkplatz „Hunsrücker Windweg“. Die Einfahrt zum Parkplatz befindet sich direkt an der Einmündung der Kreisstraße 77 auf die Kreisstraße 76. Wir wandern nach rechts am Waldrand vorbei auf Wiesenwegen. Erster Blickpunkt sind die im Wind wehenden T- Shirts mit den Wappen der angrenzenden Gemeinden. Anschließend wird uns das Ausmaß einer Windkraftanlage sinnlich erfahrbar gemacht. Über Baumstümpfe zum Balancieren und durch einen Hainbuchentunnel erlaufen wir Schritt für Schritt in der Horizontalen die Höhe eines Turms, die sich dem Blick auf das vertikal aufragende Kraftwerk nur unzureichend erschließt.
Nach diesem Erlebnis erreichen wir ein „Rotorblatt zum Anfassen“, an dem man die Dimension eines Windrades erahnen kann. Wir wandern weiter zu dem Windrad mit dem Thema „Am Puls der Technik“. Hier kommt man einem Windrad ganz nahe und hat einen grandiosen Rundblick über die Hunsrückhöhen. Nach einer kurzen Wegstrecke durch Mischwald überqueren wir die K 76. Dann wenden wir uns nach links und weiter durch einen Laubwald. Im Anschluss daran eröffnet sich eindrucksvoll die Windwurffläche, die der Orkan „Kyrill“ 2007 hinterlassen hat. Langsam erholt sich die Natur von dieser Naturkatastrophe.
Der Wanderweg führt mitten durch dieses Gebiet. Auch hier gibt eine Infotafel interessante Informationen. Weiter geht es am Waldrand entlang, dabei begleiten uns immer wieder wunderschöne Ausblicke. Nun folgen wir dem Weg auf urigen, knorrigen Pfaden, über kleine Quellbäche und durch moosbehangene Wälder. Anschließend durchlaufen wir einen dichten, dunklen Fichtenwald, fast wie in einem Labyrinth. Über den „Schinderhannes-Pfad“ erreichen wir ein ausgedehntes Felsmassiv inmitten eines märchenhaften Eichenwaldes „Die Berger Wacken“. An der Nordwestseite befindet sich ein fünf Meter tiefer Hohlraum, die „Schinderhanneshöhle“. Hier soll ein Lagerplatz des Räuberhauptmannes gewesen sein.
Der Berger Wacken ist der größte, einer Reihe an die Oberfläche reichender Quarzitblöcke, die als Teile eines so genannten Härtlingszuges im Laufe der Zeit aus umliegenden weicheren Gesteinen herauspräpariert wurde. Über alte Spuren und Pfade der Römerstraße durchwandern wir den Haardtwald weiter in Richtung „Haardtwaldquelle“. Die heilende Wirkung des Wassers aus der Haardtwaldquelle wurde schon 1780 entdeckt, jedoch erst 1964 erschlossen. Die ausgezeichnete Qualität des Heil- und Mineralwassers wurde durch ein Gutachten 1985 bescheinigt. Seit 1990 ist die Haardtwaldquelle (Sauerbrunnen) für Wanderer und Besucher erschlossen und mit einer Überdachung versehen. Weiter geht es über einen Wiesenpfad zu einem Mischwald. Dort gelangen wir zu einem Quarzitfelsen, dem „Froschfelsen“. Bei einer kleinen Rast auf einer Sinnesbank und genauerer Betrachtung kann man mit etwas Phantasie die Form eines Frosches erkennen. Geleitet von einem grandiosen Ausblick weit in den Hunsrück bis an den Rand der Eifel wandern wir weiter entlang von Feldern und Wiesen. Nach ausblickreichem Wegeverlauf erblicken wir unter einem Apfelbaum zwei imposante Eisbären. Sie symbolisieren die Thematik Klimaschutz, die dazugehörige Infotafel gibt interessante Informationen dazu. Auf dem letzten Kilometer geht es über Wiesenwegen zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.